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Geschichte des Färbens
 

Die Kunst des Färbens wurde durch den Wunsch des Menschen sich zu schmücken und seine Umwelt zu gestalten, ständig weiterentwickelt. Wann und wo die Menschen damit begonnen haben, ihre Textilien einzufärben, ist nicht bekannt. Im Altertum wurden Textilfarbstoffe aus Früchten, Wurzeln, Rinden und Hölzern, aus mineralischen Stoffen, von metallischen Tinten und von Purpurschnecken gewonnen. Im frühen Mittelalter fand das Färben den Einzug in die entstehenden Handwerkszünfte. Die Kenntnisse über die Wirkung der tierischen, pflanzlichen und mineralischen Farbstoffe verbesserten sich im Laufe der Jahrhunderte.

Dem Chemiker Adolf Bayer gelang es erstmals im Jahre 1868 Indigofarbstoff herzustellen. Bis dahin hatten die Färber ihre Farben aus Waidkugeln, Indigowürfeln, Krappwuzeln, vermischt mit Alaun, Urin, Schafs- und Kuhmist selbst hergestellt. Seit dieser Zeit werden die chemischen Textilfarbstoffe laufend weiterentwickelt.

Die Farbskala moderner Textilfarben ist heute unbegrenzt und ihre Farbechtheit hervorragend. Heute wie damals werden Textilfarben dazu verwendet, das Fasermaterial farblich zu veredeln oder ihm ein modisches Aussehen zu verleihen und auch ihre Anwendung ist bestechend einfach.

Übrigens, wer meint, Naturfasern sind im Rohzustand weiß, der irrt. Jede Naturfaser hat ihre ganz spezifische Eigenfarbe. Die Fasern werden erst durch Bleichen weiß.


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